Beginnen wir noch heute, liebe Brüder, Gutes zu tun, denn bis jetzt haben wir nichts getan! Nehmen wir uns diese Worte, die der Hl. Franz von Assisi in seiner Demut auf sich selbst bezog, am Anfang dieses neuen Jahres zu Herzen. Wir haben wirklich nichts getan bis heute oder wenn, dann nur sehr wenig. Die Jahre kamen und gingen, ohne dass wir uns gefragt hätten, wie wir sie genutzt haben und ob da nichts wiedergutzumachen wäre, ob an unserem Benehmen nicht etwas hinzugefügt oder weggelassen werden sollte. Wir haben in den Tag hineingelebt, so als ob da nicht der Ewige Richter wäre, der uns eines Tages rufen wird und uns über unser Handeln, über die Art und Wiese, wie wir unsere Zeit verbracht haben, zur Rechenschaft ziehen wird. Und dennoch werden wir über jede Minute peinlich genau Rechenschaft ablegen müssen, über jede Gelegenheit, die sich uns geboten hat, Gutes zu tun, jede heilige Inspiration, jedes Bemühen um Gnade. Auch die kleinste Übertretung der heiligen Gesetze Gottes wird in Betrachtung gezogen werden! (Pater Pio; Epistolario IV, S. 963)
